TERMINE UND PREISE
Aktivtour ins Mayaland
Mittelamerika, Mexiko
Ein wunderbarer Mix aus Maya-Kultur, Naturwundern und charmanten Städten! Wir wandern zu Füßen großer Vulkane, entdecken die koloniale Pracht im Hochland und erkunden die Ruinenstädte von Yucatán.
- Kleingruppenreise
- Ohne Flug
- Sprachen: Deutsch
- Dauer: 19 Tage
- Preis: auf Anfrage
Hinweis: Bei den nachfolgenden Informationen zur Reise handelt es sich um Angaben des jeweiligen Reiseveranstalters.
| Überblick | Ablauf | Details | Nachhaltigkeit |
Überblick:
Aktivtour ins Mayaland
Diese aktivere Tour auf klassischer Route läßt Sie fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten dieses eindrucksvollen Landes näher kennen lernen. Auf mehreren Wanderungen entdecken Sie z.B. die Umgebung des Vulkans La Malinche bei Puebla oder Teile der Sierra Madre und das Umland von San Cristóbal de las Casas. Badeverlängerungen sind individuell möglich.
Ablauf:
1. Tag: Ankunft in Mexiko Stadt
Ankunft in einer der interessantesten Großstädte der Welt. Unser englisch- bzw. deutschsprachiger Vertreter oder Ihr Reiseleiter empfängt Sie persönlich am Flughafen in Mexiko Stadt. Transfer in Ihr Hotel im Zentrum der Stadt.
2. Tag: Mexiko Stadt
Mexiko Stadt wartet auf uns und wir tauchen hinein in die Millionenmetropole, die größte Stadt der Welt - Gewaltige Pyramiden, verschwenderische Barockkirchen und mit etwas Glück der Blick auf den schneebedeckten Popocatepetl. Genießen Sie die mexikanische Momentaufnahme.
Zunächst besuchen wir das berühmte Museo Nacional de Antropologia. Vor dem Eingang des Museums erwartet uns der 165 Tonnen schwere Monolith des Regengottes Tlaloc. Als diese Statue aus dem Osten des Hochtals nach Mexiko-Stadt transportiert wurde, regnete es trotz Trockenzeit in Strömen - ein Protest der Gottheit? Lassen Sie sich von unserem Reiseleiter inspirieren und folgen Sie ihm auf den Spuren der alten Völker.
Nach dem Besuch des Museums erkunden wir das Centro Historico. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie das bunte Treiben der Märkte und Menschen, die uns so in ihren Bann ziehen. Glanz und Elend liegen hier dicht beieinander - die ärmere Altstadt und schicke Einkaufsdistrikte: spanisch, französisch, romantisch-modern.
Wandern Sie in eines der vielen Nebengässchen zu den Handwerksstätten dieser Stadt, wo Schuhmacher ganze Straßenzüge beherrschen. Weiter geht es nach San Angel mit seinen Künstlern und Kunsthandwerkern, Kolonialhäusern und Blumenhecken, wohl einem der schönsten Stadtteile von Mexico City.
Zum Abschluss des Tages erreichen wir die schwimmenden Gärten von Xochimilco. Auf bunt geschmückten und bemalten Booten (trajineras) gondeln Sie durch einige der weit verzweigten Kanäle, die insgesamt über 150 Kilometer lang sind und einem Labyrinth gleichen.
Chinamperos nennt man die Leute von Xochimilco heute noch, nach der einmaligen Anbaumethode ihrer Vorfahren: Schilfrohrflöße und Korbgeflechte wurden mit fruchtbarem Schlamm und Wasserpflanzen bedeckt und die Wurzeln wuchsen dann allmählich auf dem Seegrund fest; im Laufe der Zeit bildeten sich auf diese Weise natürliche Inseln. An den Rändern wurden Weiden angebaut.
Die besondere Schlammdüngung und die ständige Bewässerung ermöglichen ganzjährige Ernten – bis zu 7 Mal. Erschöpft, aber um viele Erfahrungen und Impressionen reicher, kommen wir schließlich wieder in unserem Hotel an.
3. Tag: Mexiko Stadt - Teotihuacan- Mexiko Stadt
Wir beginnen den Tag mit der Besichtigung der Basilica de Guadalupe. An der Plaza de las Americas stehen die alte wie die neue Basilika an dem Heiligtum Mexikos nebeneinander. Wir gehen hinüber zu der neuen Basilika, einem modernen ovalen Rundbau. Sie kann 20.000 Gläubige aufnehmen und ist der bedeutendste Wallfahrtsort Lateinamerikas. Er ist der Jungfrau von Guadalupe geweiht, eine der wichtigsten Schutzheiligen Mexikos.
Am 12. Dezember pilgern viele Tausend Gläubige auf Knien über den Kirchenvorplatz zur Kirche - ein Zeichen der Verehrung und Dankbarkeit. Der Umhang der Jungfrau ist in der neuen Basilika zu besichtigen.
Nach diesem spirituellen Höhepunkt Mexikos verlassen wir die Stadt gen Nordosten, um uns einem anderen Bauwerk zuzuwenden. In der von Bergen umgebenen Hochebene tauchen die Pyramiden der Sonne und des Mondes wie natürliche Anhöhen auf.
Teotihuacan wurde 1988 von der UNO in die Liste der besonders schützenswerten Kulturgüter aufgenommen. Sie war die erste Stadt der „Neuen Welt“. Zwischen 250 v .Chr. und 700 n. Chr. erbaut, wohnten zur Zeit ihrer Blüte etwa 125.000 bis 250.000 Menschen in rund 2.300 Wohnkomplexen. Teotihuacan hatte ihren religiösen, kulturellen und wirtschaftlichen Höhepunkt bereits zwischen 500 und 800 nach Christus.
Der Einfluss der Erbauer von Teotihuacan reichte bis nach Guatemala. Es handelte sich um eine blühende Handelsmetropole und ein religiöses Zentrum. Aus bis heute unerfindlichen Gründen wurde die Stadt niedergebrannt. Als die Azteken auf ihren Streifzügen um den Texcoco-See die Siedlung entdeckten, fanden sie eine bereits seit mehreren hundert Jahren verlassene Geisterstadt vor. Experten glauben, dass die ursprünglichen Erbauer der Stadt vor 2.000 Jahren aus dem Norden kamen. Ihre Kultur basierte auf der Verehrung des Regengottes. Am Abend Rückkehr zum Hotel in Mexiko-Stadt.
4. Tag: Mexiko Stadt - Puebla
Am Morgen verlassen wir Mexiko Stadt Richtung Puebla. Die beiden Vulkane Popocatépetl 5.452 m (rauchender Berg) und Ixtaccihuatl 5.230 m (schlafende Frau) beeindrucken in der Ferne mit den einzig neotropischen Gletschern Nordamerikas. Schließlich erreichen wir die Umgebung des Vulkans La Malinche 4.461 m. Von dem Ort Malintzi aus starten wir unsere erste Wanderung der Reise auf einer Höhe von 3.100 m.
Entsprechend der Konstitution der Reisegruppe sowie der Wetterlage wählen wir mit unserem lokalen Führer und unserem Reiseleiter die Route aus. Durch den Ocote-Wald erreichen wir die offenen sandigen Graslandschaften, die uns vereinzelt den Blick auf die Oberseite des Berges freigeben.
Die Luft ist in diesen Höhen dünner und daher bewegen wir uns nur langsam vorwärts. Die fast alpinen Züge mit den höchstgelegenen Pinienwäldern der Erde beeindrucken ebenso wie die endemische Vulkan-Fauna und die Panorama-Ausblicke auf die Senken von Huamantla und Apizanco. In den weitläufigen Kieferwäldern können wir Kaninchen, Eichhörnchen und kleine Eidechsen beobachten. Unser lokaler Führer kann unterschiedliche Heilkräuter ausdeuten und steht uns während der Wanderung immer hilfreich zur Seite.
Während der Wanderung werden uns Trekking-Stöcke zur Verfügung gestellt, die bei dem Auf- und Abstieg sehr angenehm sind. Auf der ca. 3-stündigen Wanderung überbrücken wir bis zu 350 Höhenmeter. Schließlich erreichen wir wieder unser Fahrzeug und fahren nach Puebla, wo wir unser Hotel für eine Nacht beziehen. Entsprechend unserer Ankunftszeit erfolgt ein erster Rundgang durch das Zentrum der wunderschönen Kolonialstadt.
5. Tag: Puebla - Oaxaca
Freuen Sie sich an der „kolonialen Perle“ Puebla. Die Architektur dieser Stadt wird insbesondere durch die farbenprächtigen Talavera-Kacheln bestimmt, die in der ganzen Region reizvoll Verwendung fanden und mit immer neuen Designs auch heute noch begeistern. Viele der Häuserfassaden sind mit diesen herrlichen Kacheln - ehemals kamen sie aus Spanien - gefliest.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten Pueblas liegen nicht weit entfernt vom Zocalo und sind in kurzer Zeit zu Fuß zu erreichen. Schlendern wir über die Plaza de la Constitución. Als eine der größten und schönsten Plätze Mexikos ist sie von vielen Arkaden umgeben. Natürlich findet man auch hier die Kathedrale der Stadt, mit deren Bau man bereits 1575 begann. Ein Besuch empfiehlt sich, da die Kirche sehr ausdrucksvoll im Stil des mexikanischen Barocks ausgestattet ist.
Bevor wir Puebla verlassen, sollten Sie aber noch eine Spezialität der regionalen Küche getestet haben. Von Nonnen vor unzähligen Dekaden zum bischöflichen Besuch kreiert, ist die dickflüssige Schokoladensauce „mole poblano“ eine Köstlichkeit aus unzähligen Gewürzen, Kräutern und ... Schokolade. Das Originalrezept ist bis heute ein Geheimnis.
Über die Höhen der Sierra erreichen wir am Nachmittag die Kolonialstadt Oaxaca. Hier verbringen wir die nächsten Tage. Bei unserer Ankunft nehmen wir uns Zeit für einen kurzen Rundgang, bevor der Tag im kolonialen Flair des Hotels ausklingt.
6. Tag: Oaxaca - Monte Alban
„Oaxaca - die Schönste in Mexiko“. Oft hört man diesen Satz und auch wir glauben, dass es wohl kaum eine schönere Stadt in Nordamerika gibt. Jetzt können Sie sich selber ein Bild davon machen.
Vorher besuchen wir jedoch den mächtigen Monte Alban. Sie werden an diesem Morgen mit unter den ersten Besuchern sein. Der Morgennebel hat sich noch nicht gelegt, und es liegt noch eine seltsam anmutende Stille über diesem faszinierenden Ort. Kommen Sie mit in die Welt der Zapoteken und Mixteken. Die grandios auf einem künstlich abgeflachten Hügelrücken gelegenen Ruinen sind von einem Kranz aus Terrassen, Häusern, Tempeln und Gräbern an den Hängen des Berges umgeben. Hier lebte einst die einfache Bevölkerung.
Der gewaltige Tempelberg war mehr als 1.000 Jahre besiedelt, bevor er um 900 von den Zapoteken aufgegeben wurde. In seiner Blütezeit (500-800 n. Chr.) soll das Zentrum ca. 50.000 Einwohner gezählt haben. Im 10. Jh. eroberten die Mixteken Teile des Staates Oaxaca und den Monte Alban. Die Aufgabe Monte Albans muss man wohl endlich in Verbindung mit dem Eindringen der Mixteken sehen, deren Waffen die Mitglieder der örtlichen Dynastie zum Opfer gefallen sind. Ohne ein abhängiges Hinterland war ein Zentrum wie Monte Alban nicht mehr zu halten.
Jetzt begeben wir uns in das Zentrum Oaxacas. Als erstes besuchen wir die prachtvolle Kirche Santo Domingo sowie das Museo Regional de Oaxaca. Erst im Jahre 1535 kamen die Dominikaner nach Oaxaca, und 1556 begannen sie mit dem Bau eines großen Klosters mit der dazugehörigen Kirche.
Die mächtigen Wände und angesetzten Stützen machen den Kirchenbau trotz seiner schweren Tonnendecke und des Kuppelaufsatzes nahezu erdbebensicher. Das Kloster mit seinem herrlichen Treppenhaus, den Spuren von Wandfresken und den Resten des großzügig überdachten Brunnens im Innenhof beherbergt heute das Museum.
Zu den sicherlich beeindruckendsten Funden gehören die Goldarbeiten aus dem Grab 7 (1250-1480) von Monte Alban. Aus Halbkugeln zusammengesetzte Perlen, Glöckchen, tropfenförmige Anhänger sowie kleine Blüten und Knospen aus dem edlen Metall gehören zu den einfacheren Formen. Menschen- bzw. Götterköpfe, teilweise in verlorener Form gegossen und mit filigran aufgesetzten Details verziert, zählen zu den Meisterwerken der mixtekischen Goldschmiedekunst. Aber nicht nur Edelmetall wurde hoch geschätzt, sondern auch grünes Gesteinsmaterial als Symbol des Lebens; aus Jadeit, Serpentin oder Türkis.
Nachdem wir uns lange in den Schatzkammern des Museums aufgehalten haben, schlendern wir durch die wunderschönen und sehr romantisch angelegten Gassen und besuchen den bunten Markt Mercado Juarez. Lassen Sie sich bezaubern von der Farbenvielfalt dieser Stadt und ihren Menschen.
7. Tag: Mitla
Zwischen Mitla und Oaxaca befindet sich die beschauliche Gemeinde Santa María del Tule. Im Zentrum der Ortschaft steht neben der kleinen Kirche ein gewaltiger Ahuehuete-Baum, der im Laufe seiner ca. 2.000 Lebensjahre einen Umfang von mehr als 59 m erreicht hat. Der selbstgemachte Likör der Klosterfrauen ist sicherlich ein Geheimtipp – vielleicht genießen Sie ja ein Glas davon am Zocalo von Oaxaca nach der Wanderung am Nachmittag.
Von Tule aus fahren wir weiter zu der archäologischen Stätte von Mitla. Die Bedeutung des „Ortes der Toten“ ist bis heute nicht geklärt und macht deutlich, wie viel Wissen sich im Dunkel der Geschichte verliert. Die Gebäude wurden wohl vollständig von den Zapoteken erbaut; insbesondere die Säulengruppe mit dem Patio de las Grecas zählt zu den Höhepunkten der vorspanischen Architektur in Mexiko. Mitla war Sitz „des großen Sehers“ und somit für viele Jahre das religiöse Zentrum der Zapoteken. Heute besticht die Umgebung Mitla’s mit den pittoresken Kleinmärkten, die insbesondere Webarbeiten anbieten.
Von Mitla aus fahren wir ca. 30 km gen Norden über Tuxtepec in die östliche Sierra Madre im Norden des Bundesstaates Oaxaca. In La Cumbre angekommen betreten wir das ökologische Reservat, das von einer Kooperative aus Sta. María Ixtepeji geleitet wird.
Unsere Begleiter kommen aus den angrenzenden Gemeinden und kennen sich hervorragend mit der heimischen Fauna und Flora aus – viele der Pflanzen werden als homöopathische Hausmittel und als Naturmedizin schon seit vielen hundert Jahren verwendet. Hier, auf einer Höhe von 2,900 Metern, beginnt unsere Wanderung zum Pelado Chiquito. Zunächst geht es auf einem schmalen Pfad durch dichte Kiefer- und Eichenwälder gen Westen. Neben wilden Lilienarten, Bromelien und vielen unterschiedlichen Kräutern ist hier auch die Heimat der endemischen Vogelarten Pajaro Bandera und des Trogon Mexicano.
Die Trogone verbringen den größten Teils des Tages auf Bäumen und gehören zu den farbenprächtigsten Vögeln überhaupt. Einige Arten der Trogone sind stark gefährdet durch die Zerstörung ihres Lebensraumes. So unter anderem der Quetzal, der Nationalvogel von Guatemala.
Je mehr wir an Höhe gewinnen, umso mehr lichtet sich der Wald, bis wir schließlich einen freien Blick auf die umliegenden Berggipfel und Täler der Sierra Madre Oriental genießen können. Bei gutem Wetter kann man sogar den Pico de Orizaba sehen, den höchsten Berg Mexikos mit 5610 m. Nach ca. 3 Stunden erreichen wir schließlich den Aussichtspunkt des Pelado Chiquito’s auf einer Höhe von 3,400 Metern.
Wer nicht so gut zu Fuss ist, fährt von La Cumbre aus noch 3,5 km in das Reservat hinein und beginnt hier eine weniger anstrengende und steile Wanderung zu dem kleinen Ranchhotel der Kooperative. Diese Wanderung geht nur über ca. 400 Höhenmeter und ca. 3 km Länge, führt aber auch durch die Wälder des nördlichen Oaxacas. Ein Begleiter aus Sta. María Ixtepeji steht uns auch hier wieder mit Rat und Tat jederzeit zur Seite.
Schließlich treffen sich beide Gruppen wieder am kleinen Hotel Las Cabañas und gemeinsam fahren wir zurück zu dem Eingang des Reservates, wo ein Abendessen auf uns und unsere Reiseführer wartet.
Auf der Speisekarte steht einfaches, aber sehr gutes Essen – Suppen, Kaffee, Kakao, Burritos und leckere Quesadillas. Um viele Eindrücke reicher verlassen wir das Reservat gegen 18 Uhr und fahren zurück in das Tal von Oaxaca. Am späten Nachmittag kehren wir zurück nach Oaxaca und können uns am Zocalo oder in unserem Hotel von den Erlebnissen des Tages erholen.
8. Tag: Oaxaca - Chiapa de Corzo
Wir verabschieden uns von Oaxaca und fahren in den Bundesstaat Chiapas. Auch wenn unsere längste Tagesetappe vor uns liegt, so ist die Fahrt doch faszinierend, so dass keine Langeweile aufkommt. Landschaftlich gehört Chiapas zu den schönsten Bundesstaaten Mexikos.
Die Sierra Madre del Sur begrüßt uns farbenfroh. Bunte Wildblumen überraschen uns am Wegrand mit ihrer üppigen Pracht. Langsam ändert sich das Klima und die Umgebung wechselt ins Subtropische.
Schließlich erreichen wir Chiapa de Corzo - eine der ältesten spanischen Niederlassungen in Chiapas. Bereits im Jahre 1528 von Diego de Mazariegos gegründet, begrüßt uns die Stadt heute mit ihrer geruhsamen Atmosphäre sowie ihren interessanten Kolonialbauten. Nach unserer Ankunft im Hotel lassen wir den Tag ruhig ausklingen und spazieren in der milden Abendluft über die Plaza.
9. Tag: Sumidero Canyon - San Cristóbal de las Casas
Am heutigen Morgen starten wir zu einer Bootsfahrt durch den berühmten Sumidero Canyon. Unsere Fahrt führt durch die tief eingeschnittene Schlucht des Rio Grijalva. Mit seinen steilen, bis zu 1.000 m in die Höhe ragenden, Wänden werden wir an Nordische Fjorde erinnert. Hohe Wasserfälle mit üppig überwuchernden Farnen und Moosen überraschen durch ihre Vielfalt. Tropische Vegetation und exotische Tiere wie Mini-Alligatoren, Tukane, Pelikane und Reiher leben im Sumidero Nationalpark.
Nach diesem eindrucksvollen Ausflug kehren wir zur Anlegestelle zurück und fahren durch das Bergland Chiapas’ nach San Christobal de las Casas. Auf einer Höhe von 2.783 m liegend, wartet in San Christobal de las Casas ein angenehm kühles Klima auf uns. Auch diese Stadt wurde im März 1528 mit dem Namen Chiapa de Espanoles gegründet. Seit 1844 trägt sie im Gedenken an den bedeutenden Pater Bartolome de Las Casas ihren heutigen Namen.
10. Tag: San Cristóbal de las Casas
Wir beginnen den heutigen Tag mit einer kleinen Stadtbesichtigung. Der Zocalo ist - wie so oft in Mexiko - Mittelpunkt der Altstadt. Noch bis Beginn unseres Jahrhunderts diente er als Markt und bildet heute mit seinen Bäumen den ruhenden Pol der Innenstadt. Überragt wird er von der Kathedrale, deren Grundstein bereits mit der Stadtgründung 1528 gelegt wurde.
Westlich der Plaza steht der Palacio Municipal mit seiner weißen Fassade, dessen Innenräume im Januar 1994 während des Aufstandes der Zapatisten von der Freiheitsarmee besetzt wurden. Weiter besichtigen wir das schönste Bauwerk San Christobals, die Kirche Iglesia del Convento Santo Domingo.
Im Anschluss an die Stadtbesichtigung erkunden wir das nahe Umland von San Cristóbal de las Casas auf zwei einfachen, aber malerischen Wanderungen. Zunächst besuchen Sie einen kleinen Naturpark mit weitgehend erhaltenem Regenwald – auf einer kurzen Wanderung lernen Sie hier die Fauna und Flora der Chiapas-Region näher kennen.
Anschließend fahren wir weiter zum Tal von Zinacantan in der Bergwelt der Sierra Madre, das durch seine Kunsthandwerker und die dort lebenden Chiapas-Indiginas bekannt ist. Die Region ist sehr fruchtbar und führt uns auf einer ca. 2-stündigen Wanderung entlang von unterschiedlichen Feldern mit Gewürzen, Zitrus-Pflanzen, Blumen und Kürbisgewächsen zum Zentrum der kleinen Ortschaft Zinacantan.
Der Höhenunterschied während der insgesamt ca. 3-stündigen Wanderungen beträgt ungefähr 150 m. Der Rest des Tages steht zum Bummeln in San Cristóbal zur freien Verfügung.
11. Tag: San Cristóbal de las Casas - Palenque
So, nun heißt es „Auf nach Palenque“. Die wohl schönste Ruinenstadt der Maya liegt inmitten des tropischen Urwaldes von Chiapas und wartet auf uns mit all ihren Abenteuern und sagenhaften Erzählungen.
Auf dem Weg nach Palenque fahren wir durch den tropischen Regenwald und besuchen den Wasserfall von Misol-Ha, nur ca. 50 km südwestlich von Palenque gelegen. Über eine steile Felswand fällt das Wasser ca. 30 m in ein von dichtem Dschungel umstandenes Becken; in dem Pool darf man auf eigene Gefahr auch baden. Das Wasser des Río Santo Domingo fließt schließlich über ein Labyrinth großer Findlinge auf der Nordseite des Beckens ab.
Die undurchdringliche Vegetation, das Spiel der Schatten durch die hohen Baumwipfel und die vielen unbekannten Geräusche des Dschungels machen den Besuch zu einem mystischen Erlebnis. Ein Wanderweg führt zum und hinter den Wasserfall – aber Vorsicht, wer sich in die Höhle hinter den Wasserfall wagt, wird nass; der feine Niesel durchnässt die Kleidung in Sekunden. Misol-Ha („Fallendes Wasser“) gehört zu den mehr als 500 Katarakten im wasserreichen Bundesstaat Chiapas. Ankunft in Palenque am Abend.
12. Tag: Lacandona & Bonampak
Der heutige Tagesausflug bringt uns in den faszinierenden Selva de Lacandona (Regenwald der Lakandonen). Zunächst fahren wir im Konvoi zur Ruinenstätte von Bonampak, die wir als erstes besichtigen. Über Jahrzehnte war Bonampak nur mit einem kleinen Flugzeug zu erreichen; die Piste am Rande der Anlage ist heute noch in Betrieb. Inzwischen gelangt man auch über eine gut ausgebaute Landstraße zu den Ruinen.
Für die Lakandonen - die Männer tragen traditionell weiße lange Hemden und lange Haare - bringt die touristische Erschließung Vorteile, weil sie in die örtlichen Reiseprojekte eingebunden und beteiligt werden. Sie passen sich der Entwicklung an - laufen aber gleichzeitig Gefahr, ihre jahrhundertealte Kultur mit ihren Traditionen und Bräuchen zu verlieren.
Bonampak ist schon wegen der Wandmalereien im so genannten "Tempel der Bilder" faszinierend. Die drei Räume des Tempels sind vollständig bemalt. Sie zeigen Szenen aus der klassischen Maya-Periode und sind thematisch gegliedert. So sind zum Beispiel Würdenträger bei einer Zeremonie zu sehen, aber auch Kampfszenen und die Opferung eines Gefangenen sowie die Vorbereitung eines Festes.
Eine Rekonstruktion des Tempels und Reproduktionen der Bilder - von der deutschstämmigen Malerin und Schülerin von Frida Kahlo, Rina Lazo, die auch die Bilder im Tempel restauriert hat - sind im Nationalen Anthropologischen Museum in Mexiko-Stadt zu besichtigen. Die wesentlichen Gebäude der Anlage (Grupo Frey) stehen im Norden auf einem Hügel mit künstlichen Terrassen. Im Süden liegt die Akropolis, im Westen die kleine Gruppe "Grupo Quemado".
Weiter geht die Fahrt in Richtung Frontera Corazal. Unser Ziel ist Yaxchilán, das am Usumacinta-Flusses mitten im Urwald direkt an der Grenze zu Guatemala liegt. Nach ca. 1 Stunde Bootsfahrt erreichen wir schließlich die Ruinenstätte.
Yaxchilán, die "Stadt der grünen Steine", wie sie auch genannt wird, gehört zu den faszinierendsten archäologischen Stätten in der Maya-Welt. Während ihrer Blütezeit im achten Jahrhundert unserer Zeitrechnung beherrschte sie nicht nur Palenque, sondern auch Tikal in Guatemala und Copán in Honduras. Sie erstreckt sich 1,5 Kilometer am Flusslauf entlang über hohe Hügel weit ins Landesinnere hinein. Heute ist nur noch ein kleiner Teil zu sehen.
Berühmt ist die Stadt wegen ihrer Stelen, Reliefs und Skulpturen. Die Große Akropolis erhebt sich auf einer schwer zu besteigenden Anhöhe. Dazu gehört der Palast des Königs. Erst 1974 wurde die Hieroglyphentreppe mit 13 Paneelen entdeckt, von denen elf Ballspielszenen zeigen.
Noch weiter aufwärts gelangt man zu einer weiteren Reihe von Bauten, die einst über eine große Freitreppe mit einer 100 Meter tiefer liegenden Plattform verbunden waren. Über den mit Türbalken verzierten Eingängen befinden sich Nischen, in denen einst Steinfiguren saßen. Erschöpft, aber um viele Erlebnisse und Einblicke reicher, kehren wir am Abend zurück in unser Hotel nach Palenque.
13. Tag: Palenque - Chicanna
Mit dem Besuch von Palenque erwartet uns ein ganz besonderes Erlebnis. Am Morgen verlassen wir das Hotel und fahren über Eichen bestandene Hügel dem undurchdringlichen Dschungel entgegen. Je weiter wir kommen, umso geheimnisvoller wirkt die Landschaft.
Schließlich erreichen wir den dichten Urwald und die schönste Ruinenstadt Mexikos liegt vor uns. Um 300 v. Chr. gegründet, stand Palenque im 7. und 8.Jh. n. Chr. in seiner vollen Blüte. Alle heute noch zu sehenden Gebäude stammen aus dieser Periode. Somit war Palenque eine der ersten Stätten der klassischen Mayaperiode, die aus unerklärlichen Gründen aufgegeben wurde. Bevor der legendäre, jedoch historisch beweisbare König Pacal über Palenque regierte, war der Ort nur eine kleine unbedeutende Kultstätte. Erst Pacal (Schutzschild) und sein Sohn und Nachfolger Chan-Bahlum (Jaguar-Schlange) verschafften der Stadt eine herausragende politische und wirtschaftliche Position.
Der „Tempel der Inschriften“ beeindruckt mit mehr als 620 Hieroglyphen und erzählt uns die Geschichte Pacals von seiner Thronbesteigung im Jahre 615 nach Christus. Fast 70 Jahre lenkte der mit 12 Jahren Gekrönte die Geschicke Palenques. Die Entdeckung seines Grabes in einem ihm zu Ehren errichteten Tempel war eine wahre Sensation. 1949 fand Alberto Ruz L`Huiller heraus, dass die Wände des Tempels der Inschriften weiter in den Boden hineinreichten als er zunächst vermutet hatte. In einer Steinplatte waren künstlich angebrachte Löcher zu finden, mit jenen man die Platte entfernen konnte. L`Huiller stand vor einem verschütteten, abwärts führenden Treppengang.
Nach schwierigen Aufräumarbeiten wurde 1952 der 5 Tonnen schwere Steindeckel von Pacals Sarkophag gehoben. Wunderschöne kunstvolle Dekorationen am Sarkophag erzählen von Pacals Weg in die Unterwelt. Im Innern des Sarges befand sich das mit Jade geschmückte Skelett Pacals.
Lassen wir uns weiter verzaubern von den Geschichten der Herrscher und ihren Bauten. Sei es der große Palast mit seinem hohen Turm, dem Observatorium, oder dem südöstlichen Teil inklusive der Dampfbäder, Bänke und Schlafstätten.
Danach führen wir Sie wenige Schritte in den Dschungel hinein und zeigen Ihnen die Grabstätte von Pacals Frau - Ahpo-Hel. Weiterfahrt via Escárcega nach Xpuhil. Unweit von Chicana liegt die Mayastätte Xpuhil mit den drei 18 m hohen Pyramidentürmen im typischen Río-Bec-Stil. Die archäologische Zone von Xpuhil wurde nach einem nahe gelegenem natürlichen Wasserreservoir benannt und entwickelte sich ab 400 v. Chr. zu einer bedeutenden Siedlung, die in der spätklassischen Periode ihren Höhepunkt fand. Nach einer kurzen Besichtigung der Ruinen lassen wir den Tag in unserem Hotel ruhig ausklingen.
14. Tag: Calakmul
Die alte Maya-Stadt Calakmul im Südosten des Bundesstaates Campeche liegt im gleichnamigen Bioreservat an der Grenze zu Guatemala und ist einfach spektakulär.
Schon am frühen Morgen brechen wir auf, um auf einer Fahrt durch die urwüchsige Regenwaldkulisse die Ruinen zu besuchen. Der Weg lohnt sich! Überwuchert vom Urwald, haben die meisten Ruinen der archäologischen Stätte ihre Geheimnisse noch nicht preisgegeben. Brüllaffen, Tukane, Papageien und viele andere Tierarten verzaubern den Besucher mit Ihrem exotischen Konzert.
In Calakmul befindet man sich bereits im so genannten Petén, also dem eigentlichen Ursprungsland der Mayas. Die Ruinenstätte liegt inmitten eines der beiden großen Naturreservate Yucatáns, der Calakmul Biosphere Reserve. Im Jahre 1931 durch den Amerikaner Cyrus Lundell entdeckt, findet man in Calakmul auf über 100 km² fast 6.500 Strukturen, von denen man ausgeht, dass sie über eine Periode von über 1.000 Jahren erbaut wurden. Die meisten der Gebäude kann man der Früh- bzw. der Spätklassik zuordnen, nur wenige von ihnen sind restauriert worden.
Wir werden eine oder mehrere der Pyramiden besteigen, um von hier aus den herrlichen Rundblick über das mitten im Urwald gelegene Areal zu genießen. Quasi durchgängige historische Charakteristik von Calakmul waren die stetigen Auseinandersetzungen mit dem knapp 90 km entfernten Tikal im heutigen Guatemala. Führend in seiner Rolle war Calakmul in den Jahren zwischen 250 und 690 n.Chr., bekannt als Königreich des Schlangenkopfes. König Garra de Jaguar verlor schließlich nach langen auch inneren Zwiespalten den Krieg gegen Tikal und der Abstieg Calakmuls war beschlossen.
Zwei weitere Dinge zeichnen Calakmul ganz besonders aus: zum einen die sieben in Stein gemeißelten Häftlinge, die sich in stolzer Haltung dem Besucher zeigen und die schier einmalige Anzahl an Stelen, die sich so in wohl keiner anderen Maya-Stätte wiederfinden lassen, wie hier. Die Angaben über die Anzahl der leider oft schon stark erodierten Stelen schwanken zwischen 100 und 120. Nachdem wir die Ruinenstadt ausführlich erwandert haben, kehren wir am Abend für eine zweite Übernachtung zurück nach Chicana.
15. Tag: Edzna - Campeche
Unser erstes Tagesziel heute sind die Ruinen von Edzna. Erstmals wurden 1927 die Reste zahlloser Steinbauten und Tausender kleiner Hausplattformen entdeckt, was auf eine riesige stadtartige Ansiedlung schließen lässt. Das Areal gilt heute als die bedeutendste architektonische Hinterlassenschaft der Maya im Südwesten von Yucatan, die einst das Gelände durch ein ausgeklügeltes System von verzweigten Kanälen be- und entwässert haben.
Auf einer kleinen Erkundunswanderung erarbeiten wir uns das Terrain – Edzna liegt auf dem erhöhten Nordrand einer weiten Talsenke, die in Urzeiten wassergefüllt und sumpfig war. Schließlich erklimmen wir das bemerkenswerteste Bauwerk, "das Gebäude der Fünf Stockwerke" (Templo de los cinco Pisos), mit einem grandiosen Blick auf die umliegende Strauch- und Baumlandschaft Yucatáns.
Am Nachmittag erreichen wir Campeche. Der Spanier Hernandez de Cordoba setzte als erster Europäer im Jahre 1517 seinen Fuß in die bereits existierende Maya-Stadt mit dem Namen „Platz der Schlangen und Zecken“. Einige Jahre später ging hier Hernán Cortés an Land. 1540 wurde das heutige Campeche von den Spaniern gegründet. Schnell entwickelte sich eine blühende, aufstrebende Hafenstadt. Bis in das Jahr 1717 wurde die Stadt immer wieder von Piraten überfallen und auf das Schrecklichste verwüstet. Die häufigen Attacken veranlassten schließlich die spanische Krone, Campeche als erste Stadt Nueva Espanias mit einer wehrhaften Mauer und zahlreichen Bastionen zu umgeben.
Heute zählt diese Baluarte - wie sie von den Mexikanern genannt wird - zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und wird auch von uns bei einem kleinen Rundgang besucht. Innerhalb dieses Gürtels liegen die schönsten und liebevoll restaurierten Kolonialgebäude Campeches.
Wir besichtigen die Kathedrale La Concepción und überqueren das Herz der Stadt - den kleinen Zocalo Parque Principal. Langsam schlendern wir durch die kleinen Gässchen und lassen uns zurückversetzen in die Zeit der Spanischen Eroberer.
16. Tag: Campeche - Mérida - Valladolid
Wir fahren weiter nach Uxmal. Hier tauchen wir bei einer Wanderung durch die Ausgrabungsstätte in die Geschichte der spätklassischen Maya-Epoche ein. Die Puuc-Architektur kommt zum Tragen und präsentiert eine der schönsten und interessantesten Ruinenanlagen der Welt. Schon Catherwood wusste um die Bedeutung Uxmals und hat uns mit seinen Zeichnungen von 1841 viele wertvolle Informationen hinterlassen. Der Name Uxmal steht für „die dreimal Erbaute“. Ungefähr 600 - 950 n. Chr. entstanden, konnte die Bedeutung vieler Bauten bis heute noch nicht vollständig entschlüsselt werden.
Auch hier hat sich die Ruinenanlage über verschiedene Bauphasen entwickelt und beeindruckte seine Bewohner mit wunderschön verzierten Fassaden, riesigen Terrassen und Plätzen, Säulen und Torbögen. Sicher sind sich die Forscher allerdings, dass Chac - der Regengott der Maya - als Herrscher dieser Siedlung verehrt wurde. Dennoch gibt es deutliche Anzeichen eines zentralmexikanischen Einflusses. Die Mosaiktechnik, der Einsatz der Säulenarchitektur sowie die Anwesenheit der gefiederten Schlange, die in der Maya-Sprache Kukulkan heißt, sprechen für einen intensiven Kontakt zu den Kulturen im Norden.
Anschließend geht es weiter in die koloniale Hauptstadt von Yucatán - Mérida. 1542 in der Nähe der Maya-Siedlung T`Ho von dem Spanier Francisco de Montejo gegründet, ist Mérida bis zum heutigen Tag ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Yucatáns geblieben. Die architektonischen Zeugen des wirtschaftlichen Aufschwungs, der zunächst durch die Ausbeutung der Landbevölkerung und den Sisalexport nach Europa möglich wurde, gehören zu den ältesten Bauwerken der Stadt. Neben der riesigen Kathedrale, 1598 fertig gestellt und die größte Yucatáns, ist der Bischofssitz, der Palacio Municipal und die Casa de Montejo - das Wohnhaus des Stadtgründers mit seinem figurengeschmückten Portal - zu erwähnen.
Mérida beeindruckt mit kolonialem Charme, engen Straßen und romantischen Pferdedroschken. Überall in der Stadt ist der Einfluss Spaniens und Frankreichs spürbar. So diente zum Beispiel die Champs-Elysees als Vorbild für den Boulevard Paseo de Montejo. Schließlich verlassen wir Merida und erreichen am späten Abend unser Hotel in Valladolid ganz in der Nähe der berühmten Kultstätte von Chichen Itza.
17. Tag: Chichén Itzá
Am Morgen kurze Fahrt nach Chichen Itza zur Besichtigung der archäologischen Zone. Die durch den Einfluss der Tolteken aus Zentralmexiko weiter entwickelte Kultur der Maya kommt in Chichen-Itza in ihrem ganzen Glanz zum Ausdruck. Man könnte alleine in dieser Ruinenanlage mehrere Tage verbringen.
Von den vielen verschütteten und vom Urwald überwucherten Bauwerken sind bis heute knapp 30 freigelegt und restauriert worden. Die frühesten stammen aus der Blütezeit der Klassischen Periode um 600 n. Chr., doch die meisten Gebäude wurden von den Tolteken errichtet und erweitert. Vor unserem geistigen Auge zieht eine festlich geschmückte Prozession vorbei. Bunte Bänder flattern im seichten Wind, ein regelmäßiger Trommelschlag hallt bis hoch hinauf auf die Spitze des Tempels. Dort oben steht der Hohepriester, um mit seiner Zeremonie zu beginnen – für Chac Mool, den Regengott. El Castillo, das beeindruckendste Gebäude mit einer Höhe von 30 m, schenkt uns einen herrlichen Blick weit über die Anlage hinaus bis zum Horizont. Weiter geht es zum größten Ballspielplatz in Yucatán.
Danach spazieren wir im Schatten der Bäume zum Opferbrunnen und fragen uns, wie all die Schätze aus Jade, Kupfer und Gold Jahrhunderte lang unentdeckt in der Tiefe schlummern konnten? „El Caracol“ erinnert uns an ein Schneckenhaus und wurde bereits 1842 von dem Forscher Frederick Catherwood entdeckt und gezeichnet. Das Observatorium diente den Maya unter anderem zur Beobachtung der Venus und ihrer Bahn. Sie glaubten, dass die Venus das Reich der Unterwelt durchläuft, wenn sie abends vom Himmel verschwindet. Dort könne sie dann vielleicht mit dem Bösen der Unterwelt in Berührung kommen. So lebten sie in ständiger Angst, dass eines Tages der Morgenstern nicht wieder aufgehen würde. Chichén Itzá ist um 2 große Cenoten erbaut.
Die Cenote im Süden befriedigte die Wasserbedürfnisse der Gemeinschaft. Die im Norden war nicht zugänglich, da senkrechte Wände keinen Zugang zum Wasser boten. Diese fast kreisrunde, natürliche Höhlung im Kalksteinboden hat einen Durchmesser von ungefähr 60 m und ist über 40 m tief - ein außergewöhnliches Naturphänomen - und ist etwa bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Von ihr bezog Chichén Itzá auch seinen heutigen Namen "Mund am Brunnen der Itzá". Sie war den Opferungen vorbehalten und somit ein heiliger Ort.
Am Nachmittag verlassen wir die archäologische Zone und fahren zu einer anderen nah gelegenen Cenote – hier können wir ein erfrischendes Bad nehmen oder einfach nur in der subtropischen Umgebung des Yucatekischen Urwaldes entspannen. Cenoten sind schachtartige Kalksteinlöcher, die durch den Einsturz von Höhlen entstanden und mit Süßwasser gefüllt sind. Der Begriff stammt von den Maya der mexikanischen Halbinsel Yucatán, wo es mehr als 3000 Cenoten gibt.
Cenoten entstehen in Karstgebieten. Durch die Auflösung des Kalkgesteins bilden sich Höhlen und unterirdische Wasserläufe. Brechen die Decken dieser Höhlen ein, kommt es zur Entstehung von Einsturzdolinen, die bis zum Grundwasser reichen, oder sich mit Regenwasser füllen können. Heute ist bekannt, dass viele der Cenoten auf Yucatán mit dem vermutlich größten zusammenhängenden Höhlensystem der Welt in Verbindung stehen, das sich unter dem Boden der Halbinsel über eine Gesamtlänge von 133 Kilometern erstreckt. Die Gesamtlänge aller Höhlensysteme ist jedoch sehr viel größer.
Daher betrachteten die Maya sie nicht zu Unrecht als Eingänge zur Unterwelt und nutzten sie als religiöse Opferstätten. Man nimmt an, dass dieses Höhlensystem, das zum größten Teil unter Wasser steht, der Grund für die Entwicklung der Maya-Zivilisation besonders im nordwestlichen Teil von Yucatán war. Die Maya nutzten die Cenoten als Brunnen, sie dienten damit der Wasserversorgung, die in nahezu allen anderen Hochkulturen durch große überirdische Flüsse erfolgte, wie Nil, Euphrat oder Ganges. Deswegen bezeichnen einige Forscher das Höhlensystem auch als „großen Strom der Maya“.
Auch die trotz langanhaltender Dürreperioden dichte Bewaldung von Yucatán wird auf die unterirdische Speisung aus den Höhlen zurückgeführt. Während der Regenzeit fließen die Wassermassen in die unterirdischen Höhlen ab. Das Süßwasser des Regens lagert sich dann innerhalb der Höhlengänge auf dem Salzwasser ab, so dass beides nebeneinander existiert sich aber nicht vermischt. Die Cenotes bilden während der Trockenzeit in Yucatán oft die einzigen Wasserstellen und sind dementsprechend von einer vielfältigen Fauna bewohnt.
Im Nordwesten der Halbinsel Yucatán folgen die wasserführenden Schichten und damit die Höhlen den durch den Einschlag des Chicxulub-Meteoriten verursachten Brüchen und Verwerfungen. Der damit verbundene halbkreisförmige Ring von Cenotes bildet den ansonsten längst verschütteten Kraterrand auch heute noch eindrucksvoll nach.
18. Tag: Valladolid - Tulum (oder Playa del Carmen)
Jetzt heißt es Abschied nehmen von Valladolid. Wir fahren schließlich Richtung Karibikküste und sagen „Bienvenidos“ - Herzlich Willkommen am Ende des Regenbogens. So nannten die Maya dieses herrliche Fleckchen Erde, eines der schönsten tropischen Paradiese ganz Amerikas. Unser letzter Ausflug bringt uns zu der Maya Felsenfestung von Tulum, direkt an dem türkisblauen Wasser der Karibik gelegen.
Auf einer kurzen Wanderung erkunden wir die faszinierende Maya-Stadt. Tulum bedeutet „Mauer“ oder „Festung“ und ist auf die die ganze Anlage umspannende Mauer zurückzuführen. Die Stadt hatte ursprünglich eine Ausdehnung von vielen Kilometern, geblieben ist jedoch nur der Tempelbezirk mit dem Palast, der bei der Ankunft der Spanier noch besiedelt war. Weitere Häuser sind der Templo del dio Descente und der Templo de los Frescos, spanisch benannte Gebäude, deren ursprünglicher Name leider nicht mehr bekannt ist.
Auch wenn Tulum in seiner Bedeutung hinter die von uns besichtigten Ruinenanlagen zurücktreten muss – das Zusammenspiel der Ruinen mit dem weißen Sand und dem türkisfarbenen Wasser ist wunderschön. Übernachtung in Tulum oder Weiterfahrt nach Playa del Carmen am Nachmittag. In dem vergnügten Touristenort (oder in Tulum oder in Puerto Aventouras) verbringen wir unsere letzte Nacht – entweder ruhig entspannt an den nahen Stränden oder in der Gruppe bei einer letzen Margarita.
19. Tag: Cancun
Entsprechend Ihrer Reiseplanung transferieren wir Sie zum Flughafen nach Cancún oder Sie treten Ihren individuellen Verlängerungsaufenthalt an der Karibikküste an. Ende einer erlebnisreichen Reise.![]()
Details:
Leistungen
- Übernachtung in guten landestypischen Mittelklassehotels im Doppelzimmer inkl. Frühstück
- Rundreise mit Überlandbus
- Ausflüge, Besichtigungen inklusive Eintrittsgeldern und Transfers wie im ausführlichen Reiseverlauf beschrieben
- Deutschsprechende, örtliche Reiseleitung
zubuchbare Leistungen
- Einzelzimmer-Zuschlag 2012 * EUR 380,-
- Einzelzimmer-Zuschlag 2011 * EUR 390,-
* nur für bestimmte Termine verfügbar
Nicht enthaltene Leistungen
- Internationale Flüge
- Ggf. örtliche Flughafen- und Ausreisegebühren bzw. -steuern
- Getränke und weitere bzw. nicht angegebene Verpflegung
- Trinkgelder und persönliche Ausgaben
- Fakultative / optionale Ausflüge
- Reiseversicherungen
TeilnehmerInnen
- Min. Teilnehmerzahl: 2
- Max. Teilnehmerzahl: 12
Programmhinweise
- Preise und Termine für 2013 stehen unter Vorbehalt.
- Änderungen des Tourverlaufs aufgrund aktueller politischer, klimatischer oder organisatorischer Gegebenheiten bleiben vorbehalten.
Einreise & Gesundheit
- Einreise: Für die Einreise benötigen Reisende mit deutscher Staatsangehörigkeit den Reisepass. Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein.
- Impfungen: Es sind keine Impfungen vorgeschrieben. Empfohlen werden die Standardimpfungen (Polio, Tetanus, Diphtherie), ggf. Hepatitis A/(B). Wir empfehlen einige Wochen vor Abreise aktuelle Informationen bei den Tropeninstituten einzuholen.
Allgemeine Zahlungsmodalitäten & Hinweise
- Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20%
- Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 21 Tage
- Sofern in Einzelfällen seitens der örtlichen Leistungsträger andere Bedingungen zur Anwendung kommen (z.B. bei Kreuzfahrtprogrammen), informieren wir Sie hierüber in der Rubrik "Programmhinweise". Sofern bei den (Gruppen-)Reisen eine Mindestteilnehmerzahl ausgeschrieben ist, ist bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ein Rücktritt vom Reisevertrag seitens des Veranstalters bis spätestens 21 Tage vor Reisebeginn möglich.
Generelle Hinweise
Reisepreis-Sicherungsschein: Die Zahlung Ihres Reisepreises ist durch die R+V Allgemeine Versicherung AG abgesichert.
Reiseveranstalter/Unterkunftsanbieter
a&e erlebnis:reisen
Hans-Henny-Jahnn-Weg 19
22085 Hamburg
Nachhaltigkeit:

CSR-Tourism-Certified
„CSR –Tourism-Certified“ ist ein unabhängiges Siegel für Nachhaltigkeit und Ungernehmensverantwortung im Tourismus der Zertifizierungsgesellschaft TourCert.
Das Siegel gewährleistet, dass das Tourismusunternehmen seine Reiseprodukte sowie seinen Geschäftsalltag sozial und ökologisch verantwortlich gestaltet und die Nachhaltigkeit eine im ganzen Unternehmen verankerte Haltung und strategische Ausrichtung darstellt. Dabei werden auch die Partnerunternehmen in den Reiseländern in den Prozess mit einbezogen und beispielsweise die Einhaltung von Arbeitsstandard, der Umgang mit Ressourcen und der Einbezug lokaler Gemeinschaften geprüft. Wichtiger Indikator ist auch der Anteil des Reisepreises, der als lokale Wertschöpfung in der Urlaubsregion verbleibt. Weiter verpflichtet sich das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsleistung kontinuierlich zu verbessern.
CSR-Tourism-Certified bescheinigt somit die Nachhaltigkeitsleistungen des gesamten Unternehmens von der Produktentwicklung über das interne Management und die Kundenbeziehungen bis zur Wahl der Partner in den Reiseländern.
Folgende Bereiche im Unternehmen werden bewertet:
- Wie viel CO2 Emissionen produziert eine Reise je Gast und Tag im Durchschnitt? (An-und Abreise, Transport und Unterkunft in der Destination)Welcher Anteil vom Reisepreis verbleibt nachher bei den Menschen im Reiseland?
- Wie hoch sind die CO2-Emissionen gesamt und pro Mitarbeiter im Unternehmen.
- Wie viel Papier verbraucht das Unternehmen pro Reisendem
- Werden die Kunden ausreichend informiert und sensibilisiert?
- Wie zufrieden sind die Kunden?
- Wie ist Rücklaufquote bei Kundenbefragungen?
- Wie zufrieden sind Mitarbeiter des Unternehmens?
- Wie nachhaltig sind Partneragenturen, Unterkünfte und Reiseleitung des Unternehmens?
Alle Bereiche werden von einem unabhängigen Zertifizierungsrat geprüft, der beim Erreichen bestimmter Werte das Siegel „CSR-Tourism-Certified“ vergibt.
Weitere Informationen:

forum anders reisen
Das forum anders reisen (far) ist ein Unternehmens- und Wirtschaftsverband kleiner und mittelständischer Reiseveranstalter.
Der Verband und seine Mitglieder streben einen Tourismus an, der langfristig ökologisch tragbar, wirtschaftlich machbar sowie ethisch und sozial gerecht für ortsansässige Gemeinschaftenist. Konkret bedeutet dies, dass Nachhaltigkeit eine wesentliche Vorgabe für die Angebote der Veranstalter ist. Sie entwickeln nachweislich umweltschonende und sozialverträgliche Reisen von besonderer Qualität, die auch wirtschaftlich realisierbar sind. Dazu haben sich die Mitglieder in einem umfangreichen Kriterienkatalog verpflichtet, dessen Einhaltung durch einen CSR-Prozess überprüft wird.
Kriterienkatalog
Die Mitglieder des forum anders reisen verpflichten sich zur Einhaltung eines umfassenden Kriterienkatalogs für umwelt- und sozialverträgliches Reisen. Der Kriterienkatalog weist ökonomische, ökologische und soziale Dimensionen einer Reise genauso aus wie die Verantwortung gegenüber dem Reisenden.
weitere Informationen:
http://www.forumandersreisen.de




